Vorschaublog: Die Marschroute gegen Fortuna – Gute Phasen durchspielen – „Die Momente“ vermeiden

Der FCK will gegen die Fortuna  stark anfangen – und diesmal nicht nachlassen.

Nicht nur die Gemüter der Fans, auch dem Verein zugeneigte Journalisten werden derzeit auf harte Proben gestellt, wenn sie die Nachrichtenlage beim FCK verfolgen. Der fast rund um die Uhr vernetzte Blogwart harrt in permanenter Habachtsstellung frischen Einschlägen in seiner Mailbox entgegen, in der Hoffnung, dass die Betreffzeile mit „FCK verpflichtet…“ beginnt. Schließlich sind es nur noch wenige Tage bis zum Schluss des Transferfensters, und dass Sportdirektor Uwe Stöver noch was vorhat, ist hinreichend bekannt. Und vor allem notwendig nach neun Gegentreffern in bislang drei Pflichtspielen.

Doch was wuscht statt dessen in des Blogwarts elektronischen Postkasten? „Der FCK kommt auf den Wurstmarkt…“ Ohne Lesebrille entziffert der zu Verlesern neigende Nerd da auch schon mal „verkommt auf dem Wurstmarkt.“ Aber egal – jedenfalls ist es nicht das, was er lesen will. Der FCK braucht keine Würstchen, sondern noch einen Rechts- und Innenverteidiger mit „Startelfqualitäten“, so hat der Sportchef es höchstselbst formuliert.

MUJZDA KOMMT – ABER NICHT BIS MONTAG

Dass der Mann für rechts hinten gefunden ist, gilt mittlerweile als sicher, auch wenn die erlösende FCK-Presseerklärung immer noch nicht durchs Netz gejagt wurde: Mensur Mujdza wechselt vom SC Freiburg zum 1. FC Kaiserslautern, nach insgesamt sieben Jahren im Breisgau, in denen er 100 Mal in der Ersten und 18 Mal in der Zweiten Liga für den Klub antrat.

32 Jahre ist der Bosnier bereits alt, sein „Zukunftspotenzial“ somit beschränkt, doch als schnell integrierbare Ad-Hoc-Lösung im Rahmen der Möglichkeiten des FCK 2016/17 absolut vielversprechend, zudem dem Vernehmen nach ablösefrei. Beobachter beschreiben sein Verteidigerspiel als „grundsolide“, obendrein werden ihm Führungsqualitäten bescheinigt, auch aus Spielerkreisen. Obwohl er in den beiden vergangenen Spielzeiten nicht mehr regelmäßig zur Startelf von SC-Trainer Christian Streich gehörte, blieb er stets Vize-Kapitän.

KORKUT: IMMER GUT ANGEFANGEN – DANN KAMEN DIE MOMENTE

Wichtiger noch: In der letzten Linie unterlaufen ihm vergleichsweise selten Fehler, und eine solchen Typen die Truppe von Tayfun Korkut derzeit dringend gebrauchen. „Wir haben bis jetzt immer gut angefangen, aber dann hatten wir immer Momente, die wir nicht genutzt haben oder den Gegner ins Spiel brachten“, so die Kurzbilanz des FCK-Trainers nach drei Pflichtspielen. Und zu eben diesen Momenten, die den Kontrahenten stark machten, zählten immer wieder individuelle Fehler der Hintermannschaft.

Die kann einer wie Mujdza sicher minimieren helfen. Laut „Rheinpfalz“ wird er bis Montag allerdings noch keine Spielberechtigung erhalten, davon, dass der Transfer immer noch nicht offiziell bestätigt ist, mal ganz abgesehen.

„VIELLEICHT EIN TICK MEHR SELBSTVERTRAUEN“

Doch auch ohne einen Neuen will Korkut das Spiel „mit drei Punkten beenden“. Als Favorit sieht er die gut gestarteten Düsseldorfer nicht, „die haben zurzeit vielleicht einen Tick mehr Selbstvertrauen“, doch das „kann in 14 Tagen schon wieder anders aussehen“, man sei schließlich erst am Anfang der Saison: „Wenn wir am Montag gewinnen, sind wir schon wieder punktgleich mit Düsseldorf.“

Der Start sei „holprig“ gewesen, bestätigt auch Linksverteidiger Naser Aliji, aber entmutigt sei die Mannschaft dadurch nicht: „Wir wissen, welchen Weg wir gehen wollen.“ Sein Trainer verspricht, dass die Mannschaft auf jeden Fall wieder „mit Leidenschaft“ beginnen werde, „so, wie sie auch alle anderen Spiele bislang begonnen hat.“ Wie genau, das werde man dann am Montag sehen.

„STIMMUNGSAUFHELLER“ WÄRE DRINGEND NÖTIG

Interessant wird vor allem sein, ob das Team noch einmal eine so beherzte Anfangsviertelstunde hinbekommt wie zum Heimspielauftakt gegen Hannover (0:4), als sie den Gegner bereits im vorderen Drittel vehement attackierte – oder ob ihr Selbstvertrauen doch nicht bereits stärker gelitten hat, als Trainer und Spieler zugeben mögen.

Im Umfeld ist die im Sommer heraufbeschworene Aufbruchstimmung jedenfalls merklich abgeflaut. Am Freitag waren erst 17.000 Tickets für die Partie abgesetzt. Noch mal 40.021 Zuschauer, wie zum Abendspiel gegen Hannover, werden es sobald auch nicht mehr werden, wenn der FCK nicht anfängt zu gewinnen.

MORITZ DABEI – WILLIAM KOMMT NICHT

Wieder mit dabei sein wird Christoph Moritz, der sich nach seiner Fußverletzung seit Freitag wieder im Training ist. „Es sieht gut aus“, so Tayfun Korkut.

Parallel läuft die Suche nach einem neuen Innenverteidiger weiter. Den Brasilianer William Ribeiro Soares, der in den vergangenen Tagen am Betze zur Probe trainierte, wird der FCK nicht verpflichten. Dafür sickerte am Samstag aus italienischen Medien durch, dass die Lautrer an Beran Djimitsi interessiert sind. Der 23-jährige ist wie FCK-Neuzugang Aliji Albaner mit Schweizer Pass, beim FC Zürich fußballerisch ausgebildet worden und hat in der Super League für sein Alter beachtliche 110 Spiele bestritten. Im Januar wechselte er zum Seria A-Klub Atalanta Bergamo, wo ihm bislang aber der Durchbruch verwehrt blieb.

ALTERNATIVEN FÜR MWENE? EHER NICHT

Große Veränderungen in der Startelf sind am Montagabend nicht zu erwarten. Ein Wechsel auf der Rechtsverteidigerposition wäre zwar angezeigt, aber eine Alternative zu Philipp Mwene bietet sich im aktuellen Kader kaum an. Marcus Piossek, der während der Saisonvorbereitung auf dieser Planstelle getestet wurde und positiv überraschte, war zuletzt ausgefallen.

Der 20-jährige Robin Koch, Sohn von FCK-Legende Harry, fiel in der Testphase ebenfalls angenehm auf, wurde aber seit Saisonbeginn nur in der Zweiten Mannschaft eingesetzt. Dass Korkut Patrick Ziegler auf die rechte Verteidigerposition und Stipe Vucur wieder in die Innenverteidigung stellt, scheint ebenfalls nur eine theoretische Lösung zu sein.

Voraussichtliche Mannschaftsaufstellung FCK:

Weis – Mwene, Zieger, Heubach, Aliji – Moritz, Ring – Stieber, Halfar, Gaus – Osawe

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