Vorschaublog: Lautern will „das Ergebnis suchen“ – aber ohne die Neuen

Was haben sie für eine Vorfreude entfacht, die drei Neuverpflichtungen, die der 1. FC Kaiserslautern kurz vor Transferschluss noch tätigte. Doch dann kam erst einmal dieses Länderspielwochenende, das verhinderte, die Neuen zum ersten Mal in einem Pflichtspiel im FCK-Trikot zu erleben. Doch jetzt, zum Spiel am Sonntag, 13.30 Uhr, in Sandhausen sollte es doch endlich soweit sein, oder?

Nichts da. Keiner der drei wird auflaufen. Mensur Mujdza plagt sich mit einem entzündeten Knie herum, braucht nach Angaben von Trainer Tayfun Korkut noch sieben bis zehn Tage, bis er wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. Auch Sebastian Kerk und der Brasilianer Ewerton sind noch nicht dabei. „Sie haben keine optimale Saisonvorbereitung gehabt, zum Teil auch mit Verletzungen gekämpft, da müssen wir uns noch gedulden“, so Korkut.

MORITZ FÄLLT AUS, ZOUA UND ALIJI FRAGLICH – DOCH ROBIN KOCH IST WIEDER DABEI

Heißt also, der Trainer muss sich am Sonntag aus dem gleichen Kader bedienen, der ihm auch zuletzt im Heimspiel gegen Düsseldorf (0:0) zur Verfügung stand, oder? Auch nicht. Unter der Woche wurde bereits bekannt, dass Christoph Moritz wegen einer Muskelverletzung im Gesäßbereich für mehrere Wochen ausfällt. Ausgerechnet Moritz, der als spielbestimmendes Element in der neuen FCK-Mannschaft ausgeguckt war…

Ebenso plagen Neuzugang Jaques Zoua Rückenprobleme, er aber könnte bis Sonntag wieder fit sein. Und Naser Aliji, der blessiert von seiner Länderspielreise mit Albanien zurückkehrte, wird voraussichtlich auflaufen können, obwohl er zuletzt aus dem Training genommen wurde. Sollte er dennoch ausfallen, stünde Robin Koch zur Disposition. Der Sohn von FCK-Legende Harry, der eine gute Vorbereitung spielte, dann aber ebenfalls ausgefallen war, war im jüngsten Mannschaftstraining wieder voll dabei.

„SPEKULIEREN KANN IN DIE HOSE GEHEN“

Die Ausfälle sind hart, bieten dem Trainer jedoch keinen Anlass, pessimistisch nach vorn zu schauen. Gegen Düsseldorf sei es das erste Mal über 90 Minuten gelungen, „stabil zu bleiben“, diese Stabilität gelte es nun beizubehalten. „Wir müssen, wollen, werden aktiv sein, das Ergebnis suchen“, kündigt der Coach an. Denn: „Spekulieren kann in die Hose gehen.“ Der erste Saisonsieg würde nicht nur dem Umfeld, sondern auch der Mannschaft guttun.

Für die Moritz-Rolle kommt eigentlich nur die Rückkehr von Alexander Ring in Frage, der gegen Düsseldorf von Marlon Frey ersetzt worden war. Das bestätigt Korkut erwartungsgemäß zwar nicht hundertprozentig, räumt aber immerhin ein, dass der Finne „ein guter Kandidat ist“. Von der jüngsten Länderspielreise wäre der 25-Jährige „mit einem guten Gefühl“ zurückgekommen, da er auch eingesetzt worden sei.

AUCH KLEINE MÄNNER KÖNNEN GROSSES LEISTEN

Das Problem: Mit Ring, Frey und Daniel Halfar stünden am Sonntag drei Spieler im zentralen Mittelfeld, von denen keiner über 1,80 Meter groß ist. Sandhausen operiert gerne mit hohen Bällen, präferiert das „Zweite-Ball-Spiel“, bei denen großgewachsende Zentrumsspieler auf nachrückende Mitspieler ablegen. Und Markus Karl, der spielerisch nicht immer glänzte, als Kopfballabräumer im defensiven Mittelfeld in der vergangenen Saison dem FCK aber gute Dienste leistete, wird in Sandhausen im Trikot des Gegners auflaufen.

Dieses Problem sei aber auch mit kleiner gewachsenem Personal in den Griff zu bekommen, so Korkut. „Wir müssen unsere Spieler eben so in Position bringen, dass der Gegner mit ihnen Probleme bekommt.“ Kleinere Kicker könnten Kopfbälle höher gewachsener Kontrahenten auch verhindern, indem sie sich geschickt in den Mann stellen, und überhaupt: „Wir wollen uns nicht anpassen, sondern unser Spiel durchziehen.“

VUCUR WIRD GEBRAUCHT – ZIEGLER BLEIBT EINE ALTERNATIVE

Da insbesondere bei ruhenden Bällen allerdings ein paar großgewachsene Kicker unverzichtbar sind, ist davon auszugehen, dass der 1,92 Meter große Stipe Vucur seinen Platz in der Innenverteidigung behält. Für Patrick Ziegler bliebe dann erneut nur ein Platz auf der Bank – es sei denn, der Trainer entschließt sich, den 1,87 großen Defensivallrounder doch noch, für ein wenig zusätzliche Stabilität im Luftraum, „auf der Sechs“ aufzubieten, wo er ohnehin die Mehrzahl seiner Spiele bestritt.

Grundsätzlich habe das erste „Zu null“-Spiel der Saison gegen Düsseldorf der gesamten Hintermannschaft gutgetan, bestätigt auch Torhüter André Weis. „Das gibt Selbstvertrauen, darauf können wir aufbauen.“

Voraussichtliche Startaufstellung: Weis – Mwene, Vucur, Heubach, Aliji – Ring, Frey – Stieber, Halfar, Gaus – Osawe

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