Analyseblog: Das 0:1 von Sandhausen – eine interessante Momentaufnahme

Der Blogwart erhielt Post – von Marius Kunte alias „Jaime“, dem Mastermind der ergötzlichen Fußballanalyse-Seite niemalsallein.de , die die fußballerischen Umtriebe des Klassenkameraden Hannover 96 mit größter Detailfreude seziert. Als ehemaliger intensiver Beobachter des Korkutschen Fußballs bei 96 verfolgt er dessen Werdegang in Kaiserslautern auch noch ein wenig – und ist mit der Art und Weise, wie dessen Arbeit des Coachs vom Blogwart, aber auch generell in den FCK-Medien bewertet wird, ganz und gar nicht einverstanden.

Vor allem stört ihn, dass immer wieder das von Korkut progagierte „Hoch stehen“ als Grund für Lauterns Defensivanfälligkeit genannt wird. Die Probleme bestünden doch unabhängig von der Höhe der Verteidigung. Zur Veranschaulichung hat er ein Szenenfoto aus dem Sandhausen-Spiel beigefügt, das der Blogwart seinen Lesern nicht vorenthalten möchte.

Es zeigt den Moment, der den Führungstreffer des SVS einleitet. Gleich wird sich Lucas Höler von Stipe Vucur lösen, das Anspiel aus dem Sechserraum aufnehmen und auf die rechte Seite zu Philipp Klingmann weiterpassen, der bereits völlig frei steht und dann vollkommen ungestört flanken darf…

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Wir sehen: Die Abwehrreihe steht definitiv nicht zu hoch. Statt dessen: Ring attackiert den ersten Passspieler zwar, aber im Grunde bereits zu spät, weil Osawe, von Marius rot eingerahmt, gerade nicht am Spiel teilnimmt. Und der linke Außenbahnspieler Gaus, eigentlich der erste, der für Klingmann zuständig sein sollte, geht ein paar Meter von Aliji entfernt spazieren. Auch Heubach und Aliji scheinen nicht unbedingt einig, wer sich zu wem orientieren soll…

Interessante Momentaufnahme, nicht?

In der Tat: Das hat nichts mit hoch oder tief stehen  zu tun, da wird einfach nicht von allen Spielern geschlossen und konzentriert gegen den Ball arbeitet. Probleme, die der Trainer sicher sieht, „an denen aber nur schwer kurzfristig zu arbeiten ist“, wie Marius findet.

Der Blogwart lernt: Das „Hoch stehen“ als Erklärung für die gegenwärtige Misere anzuführen, ist Blödsinn, wie wohl jeder Versuch, sie mit einem oder nur wenigen Worten zu erklären, zwangsläufig Blödsinn sein muss.

Es bleibt aber festzuhalten: Die Gegner kamen in ersten fünf Pflichtspielen der Saison unverhältnismäßig oft auf den Außenpositionen zum ungestörten Flanken, und zwar noch öfter von Aliji-Seite als von der viel öfter gescholtenen Mwene-Seite. Und dagegen muss was getan werden. Auch von Trainerseite. Auch kurzfristig.

 

 

 

 

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