Vorschaublog: Vor dem Kellerkick – ein paar Ausfälle, aber auch viele Optionen

Der Tabellen-17te spielt an einem 8. Spieltag gegen den Tabellen-18ten. Wie tief darf der Griff in die Phrasenkiste da gehen? Geht es nur um „Big Points“ oder ist das schon ein „Sechs-Punkte-Spiel?“ Oder wird sogar schon um Trainerköpfe gekickt? Na ja, der Blogwart hält sich aus alledem lieber raus, allerdings: Wetten würde er auf keinen der Verlierer der Partie FCK gegen Arminia Bielelfeld am Sonntag, 13.30 Uhr, im Fritz-Walter-Stadion, egal, ob er Tayfun Korkut oder Rüdiger Rehm heißt…

Bis dahin gilt für beide Übungsleiter: Weitermachen, als ob die Tabelle nur ein böses Trugbild wär. Wie sich eine solche Situation mit Würde durchstehen lässt, auch wenn das Happy End versagt bleibt, hat ja der Kollege Labbadia in Hamburg gerade vorgemacht. „Die Tabelle interessiert mich nullkommanull“, erklärt Tayfun Korkut denn auch in der PK vor der Partie. „Macht es einen Unterschied, ob wir fünf, acht oder zwölf Punkte auf dem Konto haben? Unser Anspruch muss es sein, nach vorne zu spielen und das Spiel zu gewinnen.“

KOCH UNTERSCHREIBT BIS 2019, POLLERSBECK BLEIBT IM TOR

Zu Beginn hat der Trainer erst einmal gratuliert – und zwar Robin Koch, dem 20-jährigen Abwehrtalent und Sohn von FCK-Legende Harry. Er hat einen Profivertrag bis 2019 unterschrieben. Bereits unter der Woche hat Julian Pollersbeck, 22, einen Kontrakt bis 2020 unterzeichnet. Und der Trainer legt sich, und das ist ungewohnt, auch schon fest: Pollersbeck beginnt auch im vierten Spiel hintereinander im Tor.

Ansonsten stehen hinter einigen Startelfkandidaten noch Fragezeichen. Bei Jacques Zoua etwa, der sich bei der jüngsten 0:3-Pleite in Heidenheim verletzte, soll „bis zum letzten Moment“ gewartet werden, ob ein Einsatz möglich ist. Für ihn stünde Osayamen Osawe als Sturmspitze bereit. Der Brasilianer Ewerton, das bestätigt Korkut ebenfalls, wird definitiv im Kader stehen. Startelf? Unwahrscheinlich.

Bei Sebastian Kerk dagegen ist der erste Einsatz von Beginn an eher denkbar. Streichkandidat für ihn wäre Lukas Görtler. Definitiv ausfallen werden weiterhin Daniel Halfar, Mensur Mudzja und Kacper Przybylko – und nun auch Sebastian Jacob.

GLATZEL HAT BEI DEN PROFIS MITTRAINIERT – DEBÜT IST MÖGLICH

Für ihn hat Robert Glatzel diese Woche bei der Profis mittrainiert. Für viele Beobachter der Nachwuchsmannschaften am Betzenberg eine überfällige Beförderung. Der 1,93 Meter große Sturmtank, 2015 von den Münchner Löwen nach Lautern gewechselt, hat im Regionalligateam schon acht Mal getroffen. Vergangene Saison war Glatzel 15 Mal erfolgreich, und das, obwohl er bei seinen 30 Einsätzen oft nur eingewechselt wurde, weswegen dem Talent zwischenzeitlich bereits Abwanderungsgedanken nachgesagt worden waren.

Ob am Sonntag nun sein Zweitligadebüt ansteht? Abwarten. Auch Robin Kochs Feuertaufe lässt der Trainer offen: „Alle, die fit sind, können auch spielen.“

EIN MORITZ SCHAFFT VIELE OPTIONEN

Als sicherer Kandidat für eine Rückkehr in die Startelf gilt Christoph Moritz, doch allein der öffnet Raum für einige Gedankenspiele. Bleibt Korkut bei seinem 4-4-2 mit Mittelfeldraute, könnte Ziegler für Moritz weichen. Oder Aliji, der außer auf die Bank auch auf den Platz von Marcel Gaus als Linksverteidiger zurück kehren könnte.

Ebenfalls denkbar: Korkut etabliert wieder das  4-2-3-1, mit dem er auch in die Saison gestartet ist. Moritz oder Alexander Ring könnte dann im hinteren Mittelfeld agieren, Stieber auf der Zehn, Kerk und Gaus auf Flügeln, Osawe oder Zoua in der Spitze.

„WIR HABEN ZWEI OPTIONEN: ÄNGSTLICH ODER NACH VORNE SPIELEN“

Bislang noch nicht praktiziert, aber vielleicht eine Überlegung wert: Ein 4-4-2 mit flachem Vierermitteld: Ring und Moritz zentral, Kerk und Stieber als offensive Außen, die gemeinsam mit den beiden Stürmern bereits im vorderen Drittel attackieren, zumindest phasenweise, in einer 4-2-4-Formation. Der einzigen Mannschaft der Liga, die zurzeit vielleicht noch verunsicherter ist als die der Lauterer, so weit vorne wie möglich den Schneid abzukaufen, das wär vielleicht keine schlechte Strategie.

Was nicht zuletzt ja auch Tayfun Korkut bestätigt: „Wir haben zwei Optionen. Entweder wir werden ängstlich oder wir gehen nach vorne.“

 

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