Fanblog: „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“ – Interview mit Robin Koch

Am Donnerstag unterschrieb er einen Profikontrakt bis 2019, am Samstag gab er bereits sein Debüt in der Zweiten Liga. „Der Vertrag hat aber nichts damit zu tun, dass ich ihn aufgestellt habe“, betont sein Trainer Tayfun Korkut. „Er hat sich einfach im Training angeboten. Man bringt einen Spieler, wenn man von ihm überzeugt ist.“ Robin Koch muss in den Übungseinheiten einen wirklich tiefen Eindruck hinterlassen haben. Denn nach guten Testspielen in der Vorbereitung war der 20-jährige wochenlang verletzt, und statt ihn zunächst über Einsätze in der U23 wieder heranzuführen, ließ der Coach ihn direkt im Kellerduell gegen Arminia Bielefeld (0:0) zum ersten Mal ran. Und er bestand den Härtetest mit Bravour – auf der gleichen Position übrigens, auf der sich auch sein Vater Harry Koch von 1995 bis 2003 in die Herzen aller FCK-Fans spielte. Nach dem Spiel bot sich die Gelegenheit für ein paar Fragen an den Debütanten.

Wann hast du erfahren, dass du am Sonntag aufläufst?

Der Trainer hat mir es schon am Freitag gesagt. Nach dem Abendessen kam er zu mir und hat mir’s mitgeteilt.

Wie hast du in den zwei Nächten bis zum Spiel geschlafen?

Eigentlich ganz gut. Ich hab mich einfach nur auf das Spiel gefreut. Das erste Mal hier aufzulaufen, das war für mich was ganz Besonderes, ich hab ja einen ganz besonderen Bezug zu den Fans auf der Westtribüne. Für mich ist heute ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich denke, ich hab’s auch ganz ordentlich gemacht. Natürlich wär ein Debüt mit einem Sieg schöner gewesen.

Immerhin: Hinten steht die null, und dafür, dass sie vorne leider auch steht, bist du nicht unbedingt verantwortlich. Auffällig war, wie ruhig du während des Spiel warst.

Ich hab das Vertrauen der Mannschaft und des Trainers gespürt, da war es leicht für mich, reinzukommen.

War’s ungewohnt für dich, als Rechtsverteidiger aufzulaufen? In den Datenbänken wirst du ja als Außenverteidiger geführt.

Das stimmt nicht so ganz. Ich wurde zwar vergangene Saison in der U23 meistens Außenverteidiger eingesetzt, auch in den meinen Testspielen bei den Profis. Aber ich bin gelernter Innenverteidiger. Da fühle ich mich auch am wohlsten und das hab ich zuletzt auch im Training immer gespielt.

Mit ein bisschen Glück hättest du sogar den Treffer zum Sieg markieren können…

Ja, in der 56. Minute. Das war nach einer Ecke und einem Kopfball vonTimmi, glaub ich. Ich krieg die Hacke zwar noch an den Ball, aber was mehr reflexartig, ging leider drüber. Das zur Premiere, das wär ein Ding gewesen.

 War der Papa denn im Stadion, um dein Debüt mitzuerleben?

Natürlich. Ich werd jetzt gleich mal zu ihm gehen.

Und dann? Gibt’s erst einmal eine ausführliche Manöverkritik?

Glaub ich kaum. Mein Vater ist nicht der Typ, der seinem Sohn ständig Tipps aufdrängen will, der hält sich lieber zurück. Eigentlich reden wir nie viel über meine Spiele. Wenn ich ihn allerdings um einen Rat bitte, gibt er den gerne.

Nervt dich das eigentlich, immer mit deinem Vater in Verbindung gebracht zu werden?

Ach, wieso denn? Das ist nun einmal schon immer so gewesen, dass ich der Sohn von Harry Koch bin. Manchmal versuche ich das auszublenden, ja. Aber nerven? Nö.

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