Vorschaublog: „Genau hinsehen, ob da zugelangt wird“ – Bitte weitersagen…

Norbert Meier hält es offenbar mit Kurt Tucholsky, der Laberbacken einst mit auf den Weg gab: „Man kann über alles reden, nur nicht über zehn Minuten.“ Nur 8:42 Minuten dauerte die Pressekonferenz am Betzenberg zum anstehenen Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am Freitag, 3. Februar, um 18.30 Uhr. Der große Berliner Publizist wäre sicher stolz auf Meier gewesen. Wo es nicht viel sagen gibt, muss auch nichts künstlich in die Länge gezogen werden. Die Fakten sind schnell aufgezählt, die Überlegungen, die sich daraus ergeben, kann jeder für sich anstellen. Oder hier nachlesen.

Zoltan Stieber fehlt weiterhin grippekrank, Jacques Zoua wegen Afrika-Cup. Sebastian Kerk, Kacper Przybylko und Ewerton haben zuletzt nur dosiert trainiert, ausfallen soll dem Vernehmen nach aber keiner. Ansonsten: Spiel gegen Hannover war stark, hat aber „eindrucksvoll vor Augen geführt, dass im Fußball Leistungen nicht immer honoriert werden.“ Und, ganz wichtig: „Wenn du vorne keinen reinmachst, darfst du hinten keinen reinkriegen, das ist einfach so.“

ENTLASTUNG FÜR MWENE: MUJDZA ARBEITET SICH HERAN

Der anstehende Gegner Würzburg steht, obwohl Aufsteiger, zurecht da oben (aktuell Tabellensiebter – die Red.), weil: „Die Tabelle lügt nicht.“ Ansonsten wird es wichtig sein, das Publikum mitzunehmen, weil die Betzenbergfans „so geartet sind, dass sie schon genau hinsehen, ob da zugelangt wird, aber dass das Fußballspielen dabei nicht vergessen wird.“ Klappt das, ist das Publikum auch mal bereit zu verzeihen. Und als Spieler ist Norbert Meier „nicht so gerne“ zum Betzenberg gefahren, wegen der Stimmung, die einen da erwartete. Die sich jetzt aber ein bisschen gelegt hat. Bis Donnerstag waren gerade mal 17.5oo Karten abgesetzt.

In der Tat, das lässt sich in 8:42 Minuten durchaus angemessen abarbeiten. Hinzu kommt noch: Mensur Mujdza befindet sich wieder im Mannschaftstraining. Das ist gut zu wissen, denn dadurch ist Philipp Mwene schon in Kürze nicht mehr der einzige Rechtsverteidiger im Kader. Bislang stand der Ösi jede Pflichtspielminute auf dem Platz, kam dabei nach schwierigen Start immer besser in Tritt, doch eine Alternative für ihn zur Hand zu haben, ist sicher von Vorteil, denn es ist schließlich die erste Saison des 23-Jährigen in dieser Spielklasse, da wäre ein vorübergehender Durchhänger keine Schande. Und auf dem Transfermarkt ist die Suche nach einem weiteren Außenverteidiger in der Winterpause bekanntlich ohne Erfolg geblieben.

DAS TRIANGEL WILL WEITER EINGESPIELT WERDEN

Ansonsten ist kaum zu erwarten, dass Meier seine Besetzung vom Montagabend groß ändert. Schließlich haben alle ihre Sache gut gemacht, auch das hat der Coach noch einmal betont. Vor allem sollte das neue Offensivtriangel Osawe-Pryzbylko-Kerk weiter Gelegenheit bekommen sich einzuspielen, gerade weil Przybylkos bewegliches Spiel im Zentrum den beiden Außenbahnspieler gute Möglichkeiten eröffnet, auch mal in die Mitte zu ziehen. Osawe hat das in Hannover bereits einige Male ganz gut hinbekommen.

Und Kerk könnte endlich mal das Trauerspiel beenden, dass der FCK seit gefühlten Ewigkeiten – konkret: seit dem Weggang Srdjan Lakics – bei direkten Freistößen abgibt. Das Ding in der zweiten Halbzeit gegen 96 war schon nicht schlecht. Bitte mehr davon. Und dran denken, was der Coach ebenfalls gesagt hat: „Ein Erfolgserlebnis könnte blockadebefreiend wirken.“ Ganz schön viel Weisheit also für 8:42 Minuten.

 

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