Vorschaublog: „Wir müssen in 50:50-Situationen auch mal den Schlappen drüber halten“ – Wir sind gespannt, Herr Moritz

Als Elfter zum Ersten, da macht es sich nicht gut, vor dem Anpfiff groß auf die Pauke zu hauen. Zumal der VfB Stuttgart, bei dem der 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (13.30 Uhr) gastiert, alle bisherigen vier Spiele der Rückrunde gewonnen hat. Immerhin: Der FCK ist seit drei Spielen ungeschlagen. Eine Serie wird also reißen. Wenn’s nach den Buchmachern geht, wohl eher die der Pfälzer. Doch welchen Satz schreibt das Handbuch der Fußballphrasen in solchen Fällen vor? Richtig: „Das ist ein Spiel, in dem wir nichts zu verlieren haben.“

Immerhin ist er in der PK vorm Spiel weder Trainer Norbert Meier noch Mittelfeldspieler Christoph Moritz über die Lippen gekommen, vielmehr konfrontierte ein Journalist die Gesprächspartner mit diesem unschlagbaren Bonmot. So dass die beiden lediglich nicht widersprechen mussten.

ZIEGLER, HEUBACH, POLLERSBECK, HALFAR – ALLE FIT, WAHRSCHEINLICH

In die Karten gucken lässt sich Trainer Meier natürlich ebenso wenig. Nur so viel: Er hat alle vier Siege des VfB analysiert, dabei nicht nur gesehen, dass die knappen Ergebnisse teilweise recht glücklich zustande kamen, sondern auch, „dass die anderen Teams von der taktischen Ausrichtung  sehr unterschiedlich  gespielt haben“. Welche Strategie er für sich aus diesen Betrachtungen herausdestilliert hat? Bis Sonntag abwarten und selber gucken.

Personell wird dem Trainer wohl die gleiche Auswahl wie zum 3:0 gegen Sandhausen am vergangenen Freitag zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist Patrick Ziegler nach einer Grippe wieder zurückgekehrt. Daniel Halfar und Julian Pollersbeck kämpften unter der Woche mit Blessuren, Tim Heubach war ebenfalls vorübergehend angegrippt, doch werden sich nach Lage der Dinge bis Sonntag alle berappelt haben. Oder?

Ganz gestrichen hat Meier die Fragezeichen noch nicht: „Wir werden sehen, wer fit sein wird. Wir werden weiterhin mit 20 Feldspielern trainieren, erst kurzfristig entscheiden, wen wir noch streichen.“ Fehlen werden somit weiterhin Robin Koch, Lukas Görtler, Mensur Mujdza und Nicklas Shipnoski.

„MUTIG UMSCHALTEN, IM PASSSPIEL GENAU SEIN“

„Stuttgart ist eine Mannschaft, die aufsteigen wird“, bestätigt der Coach die allgemeine Einschätzung sämtlicher Zweitligabetrachter. Aber: Auch in Hannover, beim anderen Topfavoriten, habe seine Mannschaft nicht schlecht ausgesehen. „Wir müssen mutig umschalten, im Passspiel genau sein.“

Womit sich Christoph Moritz angesprochen fühlen darf. Gerade, was exaktes Passspiel angeht, hatten der zentrale Mittelfeldspieler und seinen Nebenmann Marlon Frey in Sandhausen trotz des auf dem Papier klaren Sieges nicht ihren besten Tag, und auch in der Zweikämpfen waren beide nicht immer auf der Höhe.

„Wir müssen in den 50:50-Duellen öfter den Schlappen drüberhalten, die Duelle im Zentrum gewinnen“, hat Moritz zumindest in der Theorie verstanden, wo er sich in Stuttgart steigern muss.

NOCH EIN KONTERTOR, DAS WÄR SCHÖN

In anderen Punkten darf durchaus ans Sandhausen-Spiel angeknüpft werden: „Wir müssen so schön aus der Bedrängnis hinten rausspielen wie beim dritten Treffer“, wünscht sich der 27-jährige. In der Tat, damit wäre ein weiteres Manko ausgemerzt. Bislang verzeichnet die Statistik gerade mal ein Kontertor für den FCK in der laufenden Runde.

Wenn Heubach tatsächlich als fit eingestuft wird, dürfte lediglich Ziegler wieder für Frey ins Team gekommen, ansonsten die gleiche Elf wie gegen Sandhausen auflaufen. Eine Überlegung wert wäre eventuell, den schnellen Osayamen Osawe für Kacper Przybylko auf der rechten Seite beginnen zu lassen. „Pritsche“ ist nach seiner langen Verletzungspause noch nicht so gut in Tritt gekommen wie sein Pedant auf dem anderen Flügel, Sebastian Kerk.

VIER VFB-SIEGE IN FOLGE? CASSANDRA IS CALLING…

Eine interessante Entdeckung hat übrigens der Blogger  „@abiszet“ von vertikalpass.de gemacht. Auch 2016 war der VfB, damals noch Bundesligist, mit vier Siegen ins Jahr gestartet. Dann folgte eine Heimniederlage gegen Hannover 96, der sich eine haarsträubende Serie an Niederschlägen anschloss, die mit dem Abstieg endete. Heuer hat Stuttgart St. Pauli, Düsseldorf, Sandhausen und Heidenheim geschlagen. Nun steht wieder Heimspiel an…

Wird die Fünf zum Trauma – „@abiszet“ zur schwäbischen Kassandra? Lautern hat es in der Hand…

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