Vorschaublog: Endlich wieder über 20.000 – und Glatzel macht den Fußball interessant

Der positivste „Hard Fact“ zum Spiel gegen den FC Heidenheim am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr zuerst: Erstmals im Jahr 2017 werden sich über 20.000 Zuschauer auf dem Lautrer Betzenberg einfinden. FCK-Pressesprecher Stefan Roßkopf rechnet sogar mit 22.000. Ansonsten sind es eher Gedankenspiele, zu denen Trainer Norbert Meier und Linksverteidger Naser Aliji in der Spielankündigungs-PK Anlass gaben. Die vielleicht niemanden den Schlaf rauben, die aber auch nicht uninteressant sind.

Bekannt ist, dass die Einsätze von Jacques Zoua und Ewerton fraglich sind. Für den  Kameruner scheint es für den Sonntag ein wenig besser auszusehen, „grünes Licht“ mag   Meier erwartungsgemäß noch für keinen geben. Ewerton dürfte gesetzt sein, falls er spielen kann, falls nicht, wird Robin Koch ihn wohl vertreten. Als zweiter Innenverteidiger wird Tim Heubach wohl in der Startelf bleiben, dazu taten ihm seine jüngsten regelmäßigen Einsätze einfach zu gut.

GLATZEL HAT KEINEN FREIFAHTSCHEIN, ABER SEINE SACHE ORDENTLICH GEMACHT

Zoua dagegen wird, wenn einsatzbereit, vermutlich auf der Bank Platz nehmen. Denn dass Meier Robert Glatzel nach seinem Doppelpack in Dresden aus der Startelf nimmt, ist unwahrscheinlich. Einen Freifahrtschein mag Meier ihm auf eine entsprechende Nachfrage zwar nicht ausstellen, doch bestätigt er, dass der Junge „seine Sache ordentlich gemacht hat“. Angesichts der Tatsache, dass Glatzel bei seinen Einsätzen bislang im Schnitt alle 55 Minuten getroffen hat, ein sicher gerechtes Urteil.

Überhaupt sei der 23-jährige ein Beispiel für das, „was Fußball interessant macht“, so der Trainer weiter. Bislang habe Robert Glatzel nicht die große Geige am Betzenberg gespielt, die Tore hätten ihm allerdings Selbstvertrauen gegeben, aber man dürfe auch nicht erwarten, „dass er uns jetzt alles kreuz und quer schießt.“

Und: Glatzel müsse nun auf dem Boden bleiben, sonst drohe ihm ein Tritt in den Allerwertesten, ausgeführt vom Coach höchstpersönlich. Wer an dem Shootingstar mittlerweile alles interessiert sein soll, sei interessant – dem „kicker“ zufolge sollen es Fürth, Heidenheim und Braunschweig sein –, dazu könnte er auch eine Geschichte erzählen. Aber das lässt Meier dann lieber. Schade.

Also weiter mit den Gedankenspielen.

Glatzel und Zoua nebeneinander? Unmöglich ist das nicht, aber so richtig zusammen passen sie nicht, und Meier ist eher ein Freund des 4-2-3-1.

Das Rätselraten, wer den gelbgesperrten Marcel Gaus auf dem linken Flügel vertritt, ist da einen Tick spannender. Die naheliegende Option ist Kacper Przybylko, der in Dresden nach seiner Einwechslung den späten 3:3-Ausgleich schoss. Allerdings hat der Pole wieder Probleme mit dem Fuß, was auch seinen Einsatz fraglich macht.

WAS, WENN AUSSER GAUS AUCH „PRITSCHE“ NICHT KANN? STIEBER – ODER DITTGEN?

Zoltan Stieber? Hat unter Meier erst 13 Minuten gespielt, war in Stuttgart für Halfar gekommen. „Ich will grundsätzlich nicht ausschließen, dass Zoltan Stieber und Daniel Halfar auch einmal zusammenspielen“, wird der Trainer heute in der „Rheinpfalz“ zitiert. Das klingt irgendwie, als ob ihn die Idee, den Ungarn und den Kapitän mal gemeinsam zu bringen, nicht sehr begeistert. Weil sie zu ähnliche Typen sind? Weil er sie beide ausschließlich als Zehner sieht? Das gilt es weiter zu beobachten. Vorgänger Tayfun Korkut jedenfalls, nach dessen Engagement bei Bayer Leverkusen in dieser Woche sich der FCK nun über 400.000 Euro Ablöse freuen darf, hatte keine Bedenken, Stieber auf der Zehn und Halfar auf der Acht oder auf dem Flügel aufzubieten.

Talent Max Dittgen? Hat zuletzt in der U23 gegen Steinbach alle drei Treffer zum 3:0-Sieg vorbereitet. Bislang hat ihn Meier in den sechs Pflichtspielen, in denen er den FCK betreute, erst zwei Mal eingewechselt, für acht Minuten in Hannover und für 23 Minuten gegen Würzburg. Möglicherweise kommen am Sonntag ja ein paar dazu, vielleicht sogar 90 an einem Stück.

Sonst noch was? Ach ja: Marc Schnatterer, der gefährlichste aller Heidenheimer, der in  dieser Saison schon neun Treffer erzielt und zehn vorbereitet hat. Man werde sich schon gemeinsam überlegen, wie man den Heidenheimer Präzisionsschützen an weiteren Toren hindert, meint Meier – „aber die Zeiten, wo man einen Spieler abstellt, der ihn zur Not auch aufs WC begleitet, sind vorbei.“ Das ist doch schön. Vor allem für den Spieler.  

 

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