Vorschaublog: Alle Kellerkinder punkten, nur der FCK nicht – Jetzt sind die Fans gefragt

Im Moment scheint wirklich die gesamte Zweite Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern zu spielen. Nach den Auswärtssiegen von St. Pauli und Arminia Bielefeld am gestrigen Freitagabend ist der FCK schon vor der heutigen (13 Uhr) Partie gegen die SpVgg Fürth auf Relegationsrang 16 abgerutscht. Während alle anderen Kellerkinder punkten wie die Teufel, sind die Lauterer nunmehr seit sechs Spielen ohne Sieg und seit drei Partien ohne Tor. Die Mannschaft braucht nun mehr denn je die Unterstützung ihrer Fans.

Zumindest einer ist entschlossen, die Nerven zu behalten. „Druck lass ich nicht gelten“, erklärt Trainer Norbert Meier. „Druck hat ein Vater, der vier Kinder hat und arbeitslos ist. Wir spielen Fußball, weil das der geilste Job der Welt ist.“ Völlig umkrempeln will der Coach die Startelf nach dem gar nicht mal so schlechten Spiel in Bochum (0:0) nicht, allenfalls auf der ein oder anderen Position.

Neue Alternativen haben sich seit Mittwoch ohnehin nicht ergeben. Patrick Ziegler fehlt weiterhin, Kacper Przybylko könnte zumindest in den Kader rutschen. „Mal gucken“, meint der Trainer. Nach Einsatz von Beginn an klingt das nicht.

Die einzige Veränderung, die sich anbieten könnte, wäre wohl der Einbau von Sebastian Kerk. Der schussstarke Offensivsspieler wäre einer, der „einfach mal draufhalten“ könnte, wie der Trainer es schon vor dem Braunschweig-Spiel gefordert hat. Kerk fände dann allerdings allenfalls für einen der beiden Stürmer Osayamen Osawe oder Jacques Zoua Platz. Denn in der 3-5-2-Anordnung mit zwei Achtern und einem Sechser im zentralen Mittelfeld, wie sie die Pfälzer seit dem Braunschweig-Spiel praktizieren, gibt es keinen Zehner und keinen offensiven Flügelspieler.

Das ist auch die Krux von Zoltán Stieber, der unter Meier kaum noch eine Rolle spielt, obwohl dieser versichert, dass er „den Zoltán mag. Aber er sagt selbst, dass er gewisse Positionen nicht spielen kann. Wir können unser System aber nicht nach Zoltán ausrichten.“

Die nunmehr akute Abstiegsgefahr erschwert natürlich auch die Personalplanung für die weitere Zukunft. Am gestrigen Freitag käuten nahezu alle Online-Medien den „kicker“-Artikel wieder, demzufolge der FCK gerne die Verträge von Tim Heubach und Marcel Gaus verlängern und die Leihspieler Ewerton und Kerk am Betzenberg halten möchte. Regelmäßige Leser dieses Blogs wird diese Nachricht nicht überrascht haben.

Offen bleibt viel mehr die Frage, wie Lautern die Ablösen für Ewerton und Kerk stemmen will, nachdem Finanzvorstand Michael Klatt schon vor Wochen erklärt hat, dass der Verein für diese Saison mit weiteren Verlusten kalkuliert und sich darüber hinaus im Sommer die Pacht fürs Fritz-Walter-Stadion erhöht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s