Fanblog: Warum Kevin Trapp aus Lauterns WM-Heldensextett glorreiche Sieben machen könnte

Am morgigen Samstag hat die deutsche Nationalmannschaft Gelegenheit, gegen Schweden den misslungenen WM-Start gegen Mexico (0:1) wettzumachen. Noch ist der Traum vom fünften WM-Sieg nicht ausgeträumt, und statt jetzt über Löwsche Aufstellungen oder Özilsche Sangeskünste zu diskutieren, stellen wir hier lieber eine Quizfrage: Welche deutschen Klubs haben eigentlich die meisten Fußball-Weltmeister ausgebildet? 

Dass der FC Bayern München dieses Ranking anführt, dürfte niemanden verwundern. Doch wer ist zweitbeste WM-Heldenformer? Dortmund? Schalke? Nö. Es ist der 1. FC Kaiserslautern, wie diese Darstellung von „bwin“ zeigt.

Möglich machen die Top-Platzierung die fünf Weltmeister von 1954. Deren Namen zu nennen, ist in einem FCK-Blog eigentlich müßig, doch die Ehrfurcht gebietet es: Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel, Werner Kohlmeyer. Dazu kommt Roman Weidenfeller, der 2014 zwar als Spieler von Borussia Dortmund dem deutschen WM-Kader angehörte, aber in Kaiserslautern ausgebildet wurde, von niemand geringerem als Lauterns Torlegende Gerry Ehrmann.

AUCH WENN ER WOHL NICHT SPIELT – WELTMEISTER DÜRFTE TRAPP SICH DENNOCH NENNEN

Wer sich jetzt fragt, weshalb Hans-Peter Briegel, Andreas Brehme und Miro Klose in diesem Ranking nicht auftauchen: Briegel wurde „nur“ Europameister und zwei Mal Vize-Weltmeister, Brehme, der Weltmeister von 1990, wurde beim HSV Barmbek-Uhlenhorst ausgebildet, kam erst als 21-jähriger zum FCK, Klose, der Weltmeister von 2014, erst als 20-jähriger.

Auch 2018 hat Gerry wieder einen seiner Flugschüler am Start: Kevin Trapp hatte der FCK-Torwarttrainer von 2007 bis 2012 unter seinen Fittichen. Der 27-jährige könnte aus dem Lauterer WM-Heldensextett heuer also glorreiche Sieben machen. Auch wenn er im Grunde genauso wenig Chancen auf einen Einsatz hat wie Roman Weidenfeller vor vier Jahren. Denn sollte Jogi Löws Stammtorhüter Manuel Neuer tatsächlich ausfallen, dürfte Marc-André ter Stegen zwischen die Pfosten rücken.

IM BLICKPUNKT STEHT TRAPP AUCH ALS NUMMER 3 – DANK IZABEL

Stolz sein darf der gebürtige Saarländer jedoch auf jeden Fall, denn auch seinem Lehrmeister schwillt die ohnehin schon breite Brust, wenn er an seinen einstigen  Schützling denkt. „Ich freu mich für Kevin, das hat er sich verdient“, erklärt Gerry Ehrmann, der gegenwärtig in Herxheim die aktuelle Torhütergeneration des FCK – Jan-Ole Sievers, Lennart Grill und Routinier Wolfgang Hesl – für die kommende Runde fitmacht. „Bei einer WM teilzunehmen ist für jeden Fußballer etwas Besonderes, das schafft nicht jeder. Das ist eine tolle Erfahrung, von der er nur profittieren kann.“

Wie mit all seinen ehemaligen Flugschülern steht Ehrmann auch mit Trapp noch in Kontakt. Vor allem, wenn es mal nicht läuft, suchen die Keeper den Rat ihres Lehrmeisters, wobei sie sich bei ihm stets auf absolute Diskretion verlassen können. Auch darüber, ob er sie in Fragen berät, die über das Torwarthandwerk hinausgehen, schweigt der Lautrer Torwarttrainer sich aus. Wundern würde es nicht, gerade bei Kevin Trapp, denn der ist auch auf anderen Feldern des Lebens erfolgreich.

So ist er seit drei Jahren mit dem brasilianischen Supermodel Izabel Goulart liiert – unter großer Anteilnahme der einschlägigen „People“-Medien. Drum darf der Saarländer beispielsweise im „Stern“ lesen, dass seine Lebensgefährtin mit Sätzen zitiert wird wie „Wir lieben uns reichlich – vier-, fünfmal pro Woche“. “ Das ist doch von öffentlichem Interesse, wie ein heißblütige Südländerin „reichlich“ definiert.

BUFFON-TRANSFER BEFEUERT NEUE WECHSELSPEKULATIONEN – DAVON KÖNNTE AUCH DER FCK PROFITIEREN

Bei seinem Verein Paris St. Germain indes kommt Trapp gegenwärtig nicht so zum Zug. Er ist lediglich die Nummer zwei hinter dem Pariser Eigengewächs Alphonse Areola, kam in der abgelaufenen Saison in der Ligue 1 lediglich fünf Mal zum Einsatz, insgesamt acht Mal durfte er in den beiden französischen Pokalwettbewerben ran. Unter seinem neuen Trainer Thomas Tuchel droht Trapp nun sogar eine weitere Zurückstufung. Medienberichten zufolge steht Paris kurz vor der Verpflichtung der italienischen Torwartlegende „Gigi“ Buffon.

Diese Personalie dürfte auch neue Wechselspekulationen zu Kevin Trapp  Nahrung geben. Vor Wochen wurde bereits ein Transfer zu Borussia Dortmund diskutiert, der sich allerdings nicht konkretisierte.

Interessant wäre es auch für den 1. FC Kaiserslautern, wenn Trapp in anderes Land wechselte. Dann nämlich stünde ihm eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von 4,5 Prozent der Ablösesumme  zu. Davon abgesehen, würde vor allem Gerry Ehrmann sich freuen, wenn sein  einstiger Schützling wieder die Nummer 1 bei einem Topklub wäre.

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